Ja da sind wir wieder! Wir haben in den letzen Wochen wieder einiges erlebt, aber zuerst mal das Wichtigste, wir konnten unsere Flüge noch einmal verschieben und kommen jetzt Mitte August wieder, definitiv!
Seit dem letzten Blog sind wir ziemlich viel gefahren, soweit, dass wir wieder in Western Australia sind.
Hier mal eine größere Karte:

Geplant war ja über den Savannah Way nach Darwin zu fahren, diesen haben wir dann aber noch bis nach Kununurra verlängert. Der Savannah Way war ziemlich rau und hat Auto und Fahrer verdammt viel abverlangt! ;-) Bevor es allerdings losging sind wir noch 2 Tage in Atherton und Umgebung geblieben. Haben einen Ranger in Cooktown kennengelernt, der mal in Köln-Sülz gewohnt und auf dem Weihnachtsmarkt am Dom in einem Stand gearbeitet hat! Jaja, klein ist die Welt!
Auf jeden Fall konnten wir bei ihm und seiner Freundin bleiben und haben die Umgebung gezeigt bekommen. Waren 2 sehr nette Tage. Zur Verabschiedung haben wir dann noch ca. 1t Obst aus dem Garten mitbekommen…das war vielleicht gut!




Aber die Verpflegung brauchten wir auch, denn der Weg war lang und ging über hunderte von Kilometern nur über Staubpiste, bis wir schließlich im Lawn Hill NP ankamen. Einer unserer Favoriten. Eine Oase mitten im Nichts, wo wir ein paar Tage geblieben sind.







Dann hieß es auch schon wieder Kilometer machen und Staub atmen. Aufgelockert durch einige Flußüberquerungen und Tieren auf der Straße.

Unser nächstes erwähnenswertes Ziel nach den ganzen Tankstellen war dann Mataranka, einer Thermalquelle. Sehr entspannend! Am Rande ist hier noch zu erzählen, dass ich ein „Eisbein“ in den vollen Pool vorgetäuscht habe und mich zur Belustigung aller auf den rutschigen Steinen mega auf die Fresse gelegt habe!


Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Katherine zum Vorräte auffüllen und weiter Richtung Westen. Wieder eine weite Strecke, aber netterweise auf Asphalt. Zum Glück waren auf dieser Strecke ein paar schöne NPs, die wir aus Zeitmangel vor 9 Monaten auslassen mussten. So kam uns der Weg nicht ganz so lang vor.





Dann waren wir auch schon wieder in WA, wo man uns wie letztes Mal unsere Zwiebel abgenommen hat. Ich glaub die nehmen sich, was sie gerade zum Kochen brauchen!
Dann kamen wir nach Kununurra, noch einmal einen Großeinkauf tätigen und am nächsten Tag ging es dann auf die Gibb River Road. Wieder viele viele Kilometer Staub, viele Creek Crossings und schlechte Straßen, aber eine sehr schöne Umgebung mit vielen Schluchten. Unser erstes Ziel waren die vielen Gorges von El Questro und der berühmte Wasser spendende Boabtree.






Ja und dann ging es weiter, zu einem Abstecher, den wir eigentlich nicht machen wollten, bzw. unserem Auto nicht zugetraut haben. Aber viele Leute haben uns gesagt, ist alles nicht so schlimm, dass schafft ihr! Und so fuhren wir dann bis unser Auto sagte bis hier hin und nicht weiter und unseren Kühler mit einer großen Dampfwolke platzen ließ. Und so standen wir dann da, 100te km von der nächsten Werkstatt entfernt, mitten in der Pampa. Zum Glück kam dann ein Pärchen, das uns 15km zu einem „Campground“ abgeschleppt und uns dann die letzten Kilometer zum Mitchell Plateau mitgenommen hat. Und die sind mal weltklasse. Der Abstecher hat sich echt gelohnt. Sind da dann den Tag über geblieben und Abends zum „Campground“ zurück.








Am nächsten Morgen haben wir dann versucht das Loch im Kühler mit Hilfe von Lötzinn und dem Deckel einer Konservendose im Feuer zu flicken. Hat lange gedauert, sah aber danach ganz gut aus.
Bevor ich den Kühler dann aber wieder einbauen konnte brach bei unseren unachtsamen Nachbarn ein Buschfeuer aus. Zum Glück kam der Wind aus einer anderen Richtung und zum Glück gab es viele Helfer, sonst wäre es mit unserem Auto wohl knapp geworden. War ein wenig aufregend, ist aber alles gut gegangen. Die Fotos haben wir natürlich gemacht, als schon das Gröbste geschafft war. So sensationslüstern sind wir ja dann doch nicht ; )



Am nächsten Tag ging es dann im Schneckentempo über mehr Steine als Straße zu einer Tanke. Am Schluß haben wir zwar viel Kühlwasser verloren, aber wir sind angekommen. Am nächsten Morgen konnte es dann repariert werden und wir haben unseren Trip vorsichtig weitergeführt und haben noch die eine oder andere schöne Schlucht erkundet. Abends haben wir dann ein eigenes Feuer gemacht; wir wissen ja jetzt wie man löscht!







Ja und gestern sind wir endlich wieder auf eine Straße gestoßen und befinden uns wieder bei unserer ersten Arbeitstelle, der Fitzroy River Lodge. Es gibt sogar noch ein paar bekannte Gesichter. Und gleich geht’s auch schon weiter zu unserem nächsten Ziel, den Bungle Bungle. Und wir sind auch ganz zuversichtlich, dass unser Auto auch das noch schaffen wird.
Das wars, wir hoffen auf weitere Abenteuer und wir sehen uns dann wirklich nächsten Monat.

Liebe Grüße
Dirk & Irina